Bunt leben

Als Pädagogen und selbst spät diagnostizierte, neurodivergente Erwachsene setzen wir uns dafür ein, dass junge Menschen mit ADHS, ASS etc. besser verstanden werden, und ihre Bedürfnisse erkannt und ernst genommen werde, jenseits von Stigmatisierung und pathologischen Zuschreibungen.

 

Insbesondere ADHS und PDA sind seit vielen Jahren unsere "Spezialinteressen", da wir im beruflichen Kontext immer wieder mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, bei denen wir mit unserer "üblichen" Pädagogik an Grenzen stoßen.

 

Erst die Auseinandersetzung mit der Neurodiversitätsbewegung und der neuroaffirmativen Pädagogik verhalfen uns zu einer ganzen Flutwelle von AHA-Effekten, auch in Bezug auf unsere eigenen Biografien.

 

Eine neuroaffirmative Haltung bedeutet für uns, dass neurologische Varianten (wie Autismus, ADHS, PDA...) als natürlich vorkommende und wertvolle Formen des menschlichen Nervensystems betrachtet werden. Sie sind keine "Defizite" oder gar Störungen, sondern Ausdruck unserer wunderbaren menschlichen Vielfalt.

 

Das bedeutet allerdings nicht, dass dadurch keine gravierenden Probleme und Leid entstehen können, denn unsere Welt und die aktuelle Gesellschaft ist nun mal nicht für unsere Nervensysteme gemacht!

 

Und genau darum geht es uns: 

 

  • Wie können wir unsere Gesellschaft und Systeme, wie Schule und andere Bildungseinrichtungen so gestalten, dass alle sich sicher und entspannt fühlen können, und das Zusammenleben friedvoller möglich ist?

 

  • Wie können wir als Fachkräfte mit den oft aus Verzweiflung und Überforderung der Kinder/Klienten entstandenen (herausfordernden) Verhaltensweisen zurecht kommen, und langfristig eine tragfähige Beziehung auf Augenhöhe aufbauen?

 

 

 

 

 

TeamWork makes the dream work..

Judith Stromeyer

Erzieherin und Fachkraft für tiergestützte Pädagogik 
M.Sc. Agrarwissenschaften

vielseitig interessierte selbständige Netzwerkerin, Pädagogin und Dozentin in der Erwachsenenbildung, kreative AuDHSlerin, Lebenshofbetreiberin mit Begeisterung für Kinder, Tiere, Kunst und buntes Leben

 


 

Markus Hascher

Jugend- und Heimerzieher, Landwirt
 

selbständiger Pädagoge in der Kinder- und Jugendhilfe, handwerklich und landwirtschaftlich versierter Lebenshofbetreiber mit vielseitigen Interessen wie z.B. Tier- und Umweltschutz, nachhaltige (vegane) Ernährung und traditioneller Bogenbau

 

 

Tierische "Mitbewohner"

Pferde, Kühe, Hunde, Katzen, Enten....

Unsere Lebenshoftiere unterstützen die Familiengruppenkids im Alltag und sorgen für lustige, spannende, schöne, manchmal auch traurige, immer aber erinnerungswürdige Momente.

Besuchern und Seminarteilnehmern ermöglichen sie berührende Begegnungen und Einblicke in ein friedliches Zusammenleben.

Unser Weg

Nachdem wir als Familie lange Zeit nomadisch unterwegs waren, und in unterschiedlichen Gemeinschaften gelebt und gearbeitet haben, entschieden wir uns vor gut vierzehn Jahren im "hessischen Outback" sesshaft zu werden.

Dort bewohnen wir einen kleinen Hof aus dem 18. Jahrhundert und gründeten 2014 die Familiengruppe "Holderhof" für Kinder, die nicht in ihren Herkunftsfamilien aufwachsen können.

Jede Menge Tiere bevölkern unseren Lebenshof, die "Lebensinsel Holderhof" und  bestimmen unseren Alltag mit.

Das Zusammenleben mit so vielen unterschiedlichen (neurodivergenten) und speziellen menschlichen und tierischen Familienmitgliedern ist oft herausfordernd, immer spannend und das ideale Umfeld, um Kommunikation und lebendige Beziehungen zu erforschen und vor allem, um selbst jeden einzelnen Tag dazu zu lernen.

Familiengruppe Holderhof
 

Auf dem Holderhof leben wir einen intensiven, vielfältigen und manchmal auch chaotischen Alltag. Das Thema der Neurodivergenz in all seinen regenbunten Farben bestimmt unser Leben und unsere Pädagogik seit vielen Jahren.

 

Unsere Familiengruppe orientiert sich pädagogisch an den humanistischen Grundwerten des Situationsansatzes und verfolgt in ihrer Arbeit für die Kinder folgende Ziele:


 

Erwerb von:

  • Autonomie und Selbstwirksamkeit, z. B. durch Partizipation
  • Solidarität durch demokratische Grundwerte
  • Kompetenz durch z. B. interessenbasiertes Lernen


 

Im Vordergrund unseres pädagogischen Handelns steht die Frage: 

Wie können wir dazu beitragen, dass die Kinder und Jugendlichen selbstwirksam die benötigten Kompetenzen entwickeln , um in ihrer Lebenswelt zu bestehen und die Gesellschaft aktiv mitzugestalten?


 

Unsere Arbeit ist zudem getragen von den Werten der Achtsamkeit und des Respektes jedem Menschen, sowie allen Mitgeschöpfen und der Natur gegenüber.

 

Und sonst so?

Als neurodivergente "Tausendsassas" im fortgeschrittenen Alter haben wir natürlich noch andere bunte Seiten....

Fokus HUF

Vor der pädagogischen Arbeit war ich als Nutztierwissenschaftlerin und Hufberarbeiterin im Pferdebereich unterwegs - und bin es noch!

Mein HufWeg:

  • seit 2016 hoffnungslos mit dem Hufvirus infiziert
  • 2020 Abschluß zur Hufpflegerin an der staatl. anerkannten LZT- Hufschule, mit dem Schwerpunkt Biomechanik
  • ständige Weiterbildung im Bereich Natural Hoofcare (NHC)

Inzwischen biete ich aufgrund körperlicher Einschränkungen keine regelmäßige Hufbearbeitung mehr an, sondern setze als Seminarleiterin und Coachin auf TeamWork mit Pferdemenschen, die sich ein Stück mehr Unabhängigkeit in Bezug auf die (Huf)gesundheit ihrer Pferde wünschen.

Lebenshof

Einfach SEIN dürfen!

Lebens- und Begegnungsorte zu schaffen, an denen jedes Lebewesen frei von Leistungsdruck und Nutzung einfach SEIN darf ist das Anliegen unseres Vereins "Lebensinsel Holderhof", der im Dezember 2025 gegründet wurde.

Für die Tiere stellen solche Orte ein Schutzraum dar, in dem sie ihr Leben verbringen können, ohne dafür eine Gegenleistung erbringen zu müsen.

Den Tieren auf Augenhöhe zu begegnen, in ihrem sicheren Zuhause, macht berührende und tiefe Erfahrungen möglich, Empathie und Mitgefühl können entstehen, ebenso wie der Wunsch, diese tollen Wesen zu schützen und würdevoll zu behandeln.

Darüberhinaus stärken die Begegnungen zwischen den Spezies die Sozialkompetenz der menschlichen Besucher und schaffen ein anhaltendes Bewusstsein für die Wichtigkeit von Tier- und Naturschutz.

Seit 2012 haben wir Tiere aus dem Tierschutz aufgenommen, und bis dato privat ein sicheres Zuhause ermöglicht. 

Nun war es Zeit für den nächsten Schritt, denn wir wollen die Zukunft der Tiere auf ein stabiles Fundament stellen, und das geht am Besten mit vielen tollen Menschen.

Aktuell leben hier vier Pferde, zwei Rinder, Enten, Hunde und Katzen.

Wir freuen uns sehr über neue Mitglieder und Patenschaften!

 

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